Anaglyphe 3D-Brillen

Anaglyphe – oder auch passive – 3D-Brillen sind zwar keine 3D-Shutterbrille, d.h. sie sind nicht elektronisch, bieten aber ebenfalls die Möglichkeit, viele 3D-Techniken zu nutzen. Hier unterscheidet man im Wesentlichen drei Verfahren:

Anaglyphe 3D-Brillen

Wohl die bekannteste 3D-Technik überhaupt: zwei unterschiedlich farbige Brillengläser (meist: rot-cyan oder magenta-rot) ermöglichen 3D-Effekte ohne viel Aufwand. Das Medium muss versetzt mit beiden Farben gedruckt / aufgezeichnet sein. Das eine Auge nimmt somit nur die andere Farbe wahr.

Zirkular Polarisierte 3D-Brille

Diese Technik ist deutlich anspruchsvoller: die 3D Brille wird mit zwei unterschiedlichen Polfiltern bestückt. Der 3D Bildschirm oder Projektor stellt zeitgleich sowohl nach links als auch nach rechts drehende Lichtwellen dar. So wird vom Auge zur selben Zeit ein jeweils versetztes Bild wahrgenommen.

Linear Polarisierte 3D-Brille

Die lineare Polarisation findet vor allem in Kinos wie den IMAX 3D-Kinos Verwendung. Sie funktioniert wie die polarisierte Polfiltertechnik, ebenfalls mit unterschiedlichen Lichtwellen. Dieses Mal allerdings „linear“, statt „drehend“.

Bei allen drei Techniken sind keine elektronischen Shutterbrillen nötig! Sie funktionieren also alle ohne Strom 🙂